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Zeit.

Ich weiß, was ich nicht mehr mache: verschieben. Ich habe keine Lust mehr darauf, mit meiner Zeit umzugehen, als hätte ich noch einen ganzen Rucksack voll. Ich werde alles zu mir kommen lassen, es willkommen heißen und es annehmen. Ich werde nicht mehr im Vorhinein sagen, dass ich nicht bereit für etwas bin, dass es eh nicht klappt. Denn ich werde nur herausfinden, ob es für genau das jetzige Geschenk meines Lebens die richtige Zeit ist, wenn ich es mache! Kein Abwarten, kein Herauszögern, kein Verschieben. Ich gebe, nehme und lasse mir die Zeit für das Leben, das Erleben und gebe mich nicht bloß den blöden Sprüchen von zu wenig Lebenszeit hin; ich nutze sie! Zum Lachen, toben, weinen, fühlen, lieben,... zum Leben halt! Wenn ich gehe, will ich einerseits etwas erlebt, andererseits etwas hinterlassen haben. Und dafür muss (nein, darf!) ich machen! Machen was ich will und was ich für richtig und notwendig halte. Und das wird jetzt passieren - noch mehr denn je! Ich wohne inzwischen sei

Das Notizbuch

Hast du eins? Schaff es dir an! Trete in Kontakt mit deinen Gedanken, nimm sie ernst und nimm sie mit. Sie sind so schnell weg, gute Ideen kommen und gehen. Aber vor allem gehen sie. Dein Geist kann echt was, weißt du das? Werde dir deiner schöpferischen Kraft bewusst und halte das fest, was er produziert. Und selbst wenn du im Moment denkst, dass es nicht so wichtig ist, schreib es auf. Lies es dir am nächsten Tag durch, und wundere dich zeitweise, aber freue dich immer über deine Ergüsse! Alles was du denkst ist es wert, festgehalten zu werden. Nicht immer bist es du, nicht immer ist es die Erfüllung, nicht immer spiegelt es deine tatsächliche Meinung wider, aber immer ging es durch deinen Geist, daher ist es immer relevant für dich und dein Leben. Sonst wäre es nicht da gewesen... Schreib es auf! [19.01.2023]

Plan B

Ist es wirklich immer sinnvoll, einen Plan B zu haben? Ich denke, ein Plan B birgt falsche Sicherheit und lässt dich nicht zu 100% an deinem Plan A arbeiten. Es ist sinnvoll, spontan und kreativ zu sein, auf jeden Fall! Aber eine im Vorfeld zurecht gelegte Alternative lenkt dich doch im Grunde nur ab und du bist nicht fokussiert auf dein eigentliches Vorhaben. Rechne mit Rückschlägen und reagiere auf diese, aber agiere nur in Richtung Ziel, nur in Richtung Plan A. Und mal ganz ehrlich; wie wichtig ist dir dein Plan A, wenn du glaubst, eine Alternative zu brauchen...? [24.11.2022]

Selbstwert.

Wie andere dich behandeln kannst du nur bedingt beeinflussen.  Wie du dich von anderen behandeln lässt, liegt jedoch zu 100% in deiner Hand. Du wählst: Welcher Schmerz ist schlimmer? Der des Festhaltens und immer wieder enttäuscht werdens, oder der des endgültigen Loslassens? [15.11.2022]

auswendig.

Wir wissen, was 1+1 ist - auswendig. Wir kennen Worte, benutzen sie ohne uns damit auseinanderzusetzen, sie zu hinterfragen, sie auseinander zu bauen; wir rufen ab. Wir haben in unserem Leben so viel auswendig gelernt, manches noch immer abrufbar. Besonders präsent sind alte, auswendig gelernte Gefühle und Verhaltensweisen, Verletzungen und deren Narben. Wenn wir uns an unsere Schulzeit erinnern, wissen wir, wie schwierig und anstrengend es war, Gedichte, mathematische Formeln und Vokabeln auswendig zu lernen. Wieso schaffen wir es, (oft ungeliebte und hinderliche) Gefühle und Verhaltensweisen so sehr zu verinnerlichen? Auch diese Altlasten rufen wir ab ohne zu hinterfragen, ohne deren Nutzen und Aktualität zu prüfen. Es wäre an der Zeit, auch unsere auswendig gelernten Emotionen und Muster auf Funktionalität und Sinnhaftigkeit zu überprüfen, anzupassen, zu ändern oder sie einfach zu vergessen, wie damals auswendig gelernte historische Daten und die mathematischen Errungenschaften der

Tanken.

Ich bin leer. Naja, fast. Die Tanknadel ist satt im Roten, die Warnlampe blinkt. Hab ich ignoriert. Ein paar Kilometer gehen noch, hol den letzten Tropfen raus. Man gewöhnt sich an ein leuchtendes Lämpchen, wenn man es nur lang genug sieht - selbst wenn's nervig flackert. Aber der Wagen rollt ja noch. Also Kupplung kommen lassen und weiter rauf auf's Gas. Das Ruckeln des Motors könnte ein Alarmsignal sein, dass es nicht mehr lange gut geht. Aber ich hab noch ein paar Touren zu machen, noch einiges zu erledigen, keine Zeit zum Tanken. So hab ich lange gelebt, aber damit muss dann auch irgendwann mal Schluss sein. Der Motor trägt auf Dauer erhebliche Schäden davon, bis er nicht mehr will. Meiner will zwar noch, aber er kann nicht mehr so wirklich. Genug Zeit aufgeschoben, genug Alarmsignale ignoriert, jetzt muss getankt werden. Und man darf nie vergessen, dass, wenn man mal durch Einöde, mal durch blühende, aber oft verlassene Landschaften fährt, die Tankstelle noch etliche Kilom

Alte Zöpfe.

...schneidet man ab, wenn man etwas neues beginnt. Sagt man. Und kann man auch machen. Und wenn es aus freien Stücken passiert und man selber spürt, dass die Zeit gekommen ist, dann tut es auch nicht weh. Eher im Gegenteil, es wirkt so unfassbar befreiend. Mit diesen "alten Zöpfen" müssen nicht zwangsläufig die Haare gemeint sein, man kann auch andere Dinge hinter sich lassen oder auch bewusst einen Schnitt machen. Diese Schnitte passierten im letzten Jahr meines Lebens sehr oft. Sogar so häufig, dass man nicht nur vom Zurücklassen alter Gewohnheiten und Lebensweisen sprechen kann, sondern von Transformation. Es ändert sich so immens viel, wenn man auf die Suche nach seinem innersten Selbst geht und tatsächlich etwas findet! Wenn man bereit ist, Zeit mit sich selbst zu verbringen, seiner inneren Stimme zuzuhören und mit ihr in Interaktion geht. Denn diese Stimme hat 'ne Menge zu erzählen! Nicht nur Gutes, mach dich auf was gefasst! Aber in der Retrospektive ist alles gut,

Erwartung vs. Bedürfnis.

Eigentlich immer, wenn wir in Kontakt treten, ist diese Kontaktaufnahme mit Erwartungen verknüpft. Und da ist es sogar egal, ob diese Begegnung ein zwischenmenschlicher oder materieller Kontakt ist, jederzeit stellen wir mindestens eine Erwartung vorweg. Diese Erwartung hat meistens etwas mit unseren Bedürfnissen zu tun. Neben den Grundbedürfnissen wie Essen und Trinken, Schlaf usw. können das aber auch Bedürfnisse nach Nähe, Spaß, Erfolg, Reichtum, Erleuchtung, Aufwertung etc. sein. Während die Grundbedürfnisse unseren Lebenserhalt sichern, stopft die Befriedigung aller weiteren Bedürfnisse lediglich ein Loch. Und hier kommen wir zur Erwartung: Bevor du auf die Idee kommst, dass dein Gegenüber (ob lebendig oder materiell) eines dieser Löcher stopfen kann, frage dich, wo dieses Loch sitzt, wie tief es ist und vor allem, warum es da ist. Kommst du bei diesen Fragen auf eine Antwort, wirst du auch ganz schnell merken, dass dein Gegenüber dieses Loch nicht stopfen kann. Hmmm..., falsch bz

Halt.

Herdenrtrieb.

Letztens war ich in einem Freizeitpark für Kinder. Wir kamen an eine Kletterlandschaft in der bereits sehr viele Kinder spielten. Die meisten hatten davor ihre Schuhe ausgezogen. Meine Mädels wollten unbedingt da rein (ich übrigens am liebsten auch), sagten "Hier müssen wir die Schuhe ausziehen.", zogen sie aus und los ging's. Ich war ein wenig verwundert, denn ich konnte nirgends ein Schild finden, auf dem stand, dass man dieses Spielgerät nur ohne Schuhe betreten dürfe. Ich ging herum und suchte - kein Schild. Als Erzieher ist mir der Herdentrieb (oder nennen wir's pädagogisch passender "Gruppendynamik") sehr wohl vertraut und ich beobachtete daraufhin also die Szenerie. Die Kinder, die bereits - ohne Schuhe - kletterten, wiesen dazukommende Kinder an, auch ihre Schuhe auszuziehen. Ohne jegliche Grundlage. Die meisten Kinder taten dies. Ohne jegliche Grundlage. Einige Kinder wurden sogar ziemlich energisch, schlossen dazu kommende, Schuhe tragende Kinder a

Spüren.

Hast du schon mal einen Menschen gespürt? So, wie du einen Apfel schmecken kannst? So, wie du eine Amsel zwitschern hören kannst? So, wie du eine Rose riechen kannst? Ich wünsche es dir.  [06.10.2021]

Warum (denn nicht)?

"Du kannst doch nicht immer alles hinterfragen!"   "Warum denn nicht?"  [02.10.2021]

Glück.

Seit geraumer Zeit versuche ich sehr bewusst im Hier und Jetzt zu leben. Das betonte ich bereits im vorangegangenen Beitrag „Jetzt.“, aber nun möchte ich ein paar weiterführende Gedanken dazu mit euch teilen. Ich habe mich mit dem Thema „Glück“ befasst und herausgefunden, dass es das für mich nicht gibt, nicht geben kann. Aber lasst mich dafür etwas ausholen. Ich habe mich mit dem Universum beschäftigt, nicht stellar, nicht astral, nein – universell. Manche Menschen „bestellen“ etwas beim Universum, sie verkünden ihre Wünsche, ihre Gedanken, um die große, gesamte Energie in Bewegung zu setzen und sie zu sich fließen zu lassen. Ich kann das nicht wirklich. Zumindest nicht aktiv. Ich spüre, wenn etwas zu mir kommen möchte und dann kann ich es manifestieren (oder ich schweige und warte ab). Ich kann das mit dem Bestellen nicht sonderlich gut. Ich beschreibe es immer gern so; ich halte alles im Fluss und lasse zu mir kommen, was zu mir kommen mag. Und so läuft das bereits seit einigen Jahr

Tide.

Ich frage mich... Sinkt der Meeresspiegel, wenn alle Schiffe auf Land gehen, oder steigt er wenn ich ins Meer pinkel? Bin ich eine Insel, wo ist das Ufer, wer ist das Wasser? Hört es jemand, wenn im Urwald ein Baum umfällt? Erhöht sich der Druck in der Atmosphäre, wenn wir die Luft aus allen Reifen dieser Welt lassen? Ändert es etwas am Weltgefüge, wenn ich zwinker, wenn ich lächle oder schnipse? Kann ein Gedanke die Welt verändern? Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings auf der ganzen Welt Stürme auslösen? Kann ein falsches Wort zwischen Freunden allein einen Krieg verursachen? Ist Nicht-Zuhören gefährlich? Können Gefühle zu schnell sein? [16.08.2021]

Jetzt.

Machst du das auch? Aufgaben auf später, auf morgen, auf irgendwann verschieben? Und geht's dir auch so gut damit? "Was du heute kannst besorgen..." blabla! Dieser Spruch hat mich seit frühester Kindheit nur genervt. Ich habe mich in meinem Leben bereits sehr früh darauf fokussiert, das Jetzt zu erkennen. Das Hier zu genießen. Das Sein zu leben. Und die zwanghafte Erledigung trivialer Augaben beeinträchtigt, hindert mich, lässt mich den Moment vergessen. Das möchte ich aber nicht, ich mag den Moment. Ich sehe es ein, dass die Erfüllung von Aufgaben definitiv zum Leben gehört, aber ich muss den rechten Augenblick abpassen. Und nur weil die Spülmaschine gerade jetzt piepst, heißt das nicht, dass ich sie auch gerade jetzt ausräumen muss. Irgendwann sicherlich, aber genau jetzt hab ich anderes zu tun. Mein Leben soll selbst- und nicht fremdbestimmt sein, ich nehme wenig bis gar keine Befehle entgegen. Und von einer Spülmaschine oder ähnlichem lasse ich mir bestimmt nicht sage

Fehler.

Oft ist es ein Fehler, das Gute im Menschen zu seh'n, dieser Gedanke ist fast so naiv wie schön.   Oft ist es ein Fehler, auf Versprechen zu hoffen, zu viele Ehrenworte wurden schon gebrochen.   Oft ist es mein Fehler, aus Fehlern nicht zu lern', doch Irrtümer sind Erfahrungen und die mach ich gern.  [31.07.2021]    

Krieger.

Vor einigen Monaten offenbarte mir eine nah stehende Person, sie müsse mir etwas mitteilen. Sie hätte die Eingebung gehabt, mir unbedingt sagen zu müssen, ich solle "den Krieger in mir rauslassen". Sie hätte mich vor ihrem inneren Auge gesehen, im Wald, einen Baum umarmend. Verdutzt, nachdenklich, aber überaus dankbar und inspiriert, schoss mir diese Aussage durch den Kopf. Der erste Reflex war Abwehr: Nein, ich bin kein Krieger, will nichts mit Gewalt zu tun haben, charakterisiere mich nicht dementsprechend und werde eine solche Seite in mir ganz sicher nicht bewusst nach außen kehren! Da mir das, was diese Person zu mir sagt(e) aber noch nie egal war, beschloss ich, mich beim Zehn-Minuten-Schreiben (es wurden fünfundzwanzig) auf diese Aussage zu besinnen: >> Was macht ein Krieger, was ist typisch für ihn? Er tötet, fiel mir als erstes ein, er verursacht Leid - nein, das bin und das will ich nicht. Er gehorcht Befehlen - jeder der mich auch nur ein wenig kennt, weiß

Der Schmerz. Ein Anfang.

Im Leben gibt es immer Situationen, die Menschen entzweien, im selben Moment jedoch Dinge zusammenführt. Überwiegt doch vorerst der Schmerz, so zeigt sich rückblickend und ironischerweise teils bereits in jener Situation, wofür man diesen Schmerz durchzustehen hat. Er regt zum Nachdenken an, zum Handeln, zum Neubeginn, er stärkt. Der Schmerz lässt uns fokussieren, lässt uns loslassen, er tut gut. Er fordert Überwindung und Konfrontation. Und er gibt dafür. Er gibt neue Motivation, neue Erkenntnisse, neue Möglichkeiten. Ich habe mich dazu entschieden, ihn anzunehmen. Der Schmerz darf zu mir kommen. Ich sehe ihn inzwischen nicht mehr als einen zu bekämpfenden, zu unterdrückenden Feind. Er ist da und er ist genau jetzt zur rechten Zeit in mein Leben getreten. Denn wenn jetzt nicht die richtige Zeit wäre, dann wäre er auch nicht da. Der Schmerz darf bei mir, mit mir sein. Er darf, er soll, er muss mein Lehrer sein. Ich möchte die Veränderung, welche er mit sich bringt. Die Unsicherheit geg