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Der Schmerz. Ein Anfang.

Im Leben gibt es immer Situationen, die Menschen entzweien, im selben Moment jedoch Dinge zusammenführt. Überwiegt doch vorerst der Schmerz, so zeigt sich rückblickend und ironischerweise teils bereits in jener Situation, wofür man diesen Schmerz durchzustehen hat. Er regt zum Nachdenken an, zum Handeln, zum Neubeginn, er stärkt. Der Schmerz lässt uns fokussieren, lässt uns loslassen, er tut gut. Er fordert Überwindung und Konfrontation. Und er gibt dafür. Er gibt neue Motivation, neue Erkenntnisse, neue Möglichkeiten. Ich habe mich dazu entschieden, ihn anzunehmen. Der Schmerz darf zu mir kommen. Ich sehe ihn inzwischen nicht mehr als einen zu bekämpfenden, zu unterdrückenden Feind. Er ist da und er ist genau jetzt zur rechten Zeit in mein Leben getreten. Denn wenn jetzt nicht die richtige Zeit wäre, dann wäre er auch nicht da. Der Schmerz darf bei mir, mit mir sein. Er darf, er soll, er muss mein Lehrer sein. Ich möchte die Veränderung, welche er mit sich bringt. Die Unsicherheit gegenüber dem, was kommen soll, kommen wird, ist oft schwer zu ertragen. Aber mein Schmerz begleitet und geleitet mich - und er wird seine Sache gut machen! Das weiß und das spüre ich. Ich werde gestärkt aus der schmerzlichen Zeit hervorgehen. Ich werde dazu gelernt haben, das merke ich bereits jetzt. Neue Gegebenheiten, neue Menschen treten in mein Leben und so ergeben sich neue Perspektiven. Es wird gut gewesen sein, wenn der Schmerz wieder geht, wenn er seine Arbeit getan haben wird. Ich bin dankbar dafür.

Denn wie heißt es so schön: Es muss immer etwas sterben, bevor was Neues erblüht.

[27.07.2021]

 


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Erwartung vs. Bedürfnis.

Eigentlich immer, wenn wir in Kontakt treten, ist diese Kontaktaufnahme mit Erwartungen verknüpft. Und da ist es sogar egal, ob diese Begegnung ein zwischenmenschlicher oder materieller Kontakt ist, jederzeit stellen wir mindestens eine Erwartung vorweg. Diese Erwartung hat meistens etwas mit unseren Bedürfnissen zu tun. Neben den Grundbedürfnissen wie Essen und Trinken, Schlaf usw. können das aber auch Bedürfnisse nach Nähe, Spaß, Erfolg, Reichtum, Erleuchtung, Aufwertung etc. sein. Während die Grundbedürfnisse unseren Lebenserhalt sichern, stopft die Befriedigung aller weiteren Bedürfnisse lediglich ein Loch. Und hier kommen wir zur Erwartung: Bevor du auf die Idee kommst, dass dein Gegenüber (ob lebendig oder materiell) eines dieser Löcher stopfen kann, frage dich, wo dieses Loch sitzt, wie tief es ist und vor allem, warum es da ist. Kommst du bei diesen Fragen auf eine Antwort, wirst du auch ganz schnell merken, dass dein Gegenüber dieses Loch nicht stopfen kann. Hmmm..., falsch bz...

Zeit.

Ich weiß, was ich nicht mehr mache: verschieben. Ich habe keine Lust mehr darauf, mit meiner Zeit umzugehen, als hätte ich noch einen ganzen Rucksack voll. Ich werde alles zu mir kommen lassen, es willkommen heißen und es annehmen. Ich werde nicht mehr im Vorhinein sagen, dass ich nicht bereit für etwas bin, dass es eh nicht klappt. Denn ich werde nur herausfinden, ob es für genau das jetzige Geschenk meines Lebens die richtige Zeit ist, wenn ich es mache! Kein Abwarten, kein Herauszögern, kein Verschieben. Ich gebe, nehme und lasse mir die Zeit für das Leben, das Erleben und gebe mich nicht bloß den blöden Sprüchen von zu wenig Lebenszeit hin; ich nutze sie! Zum Lachen, toben, weinen, fühlen, lieben,... zum Leben halt! Wenn ich gehe, will ich einerseits etwas erlebt, andererseits etwas hinterlassen haben. Und dafür muss (nein, darf!) ich machen! Machen was ich will und was ich für richtig und notwendig halte. Und das wird jetzt passieren - noch mehr denn je! Ich wohne inzwischen sei...

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"Du kannst doch nicht immer alles hinterfragen!"   "Warum denn nicht?"  [02.10.2021]