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auswendig.

Wir wissen, was 1+1 ist - auswendig. Wir kennen Worte, benutzen sie ohne uns damit auseinanderzusetzen, sie zu hinterfragen, sie auseinander zu bauen; wir rufen ab. Wir haben in unserem Leben so viel auswendig gelernt, manches noch immer abrufbar. Besonders präsent sind alte, auswendig gelernte Gefühle und Verhaltensweisen, Verletzungen und deren Narben. Wenn wir uns an unsere Schulzeit erinnern, wissen wir, wie schwierig und anstrengend es war, Gedichte, mathematische Formeln und Vokabeln auswendig zu lernen. Wieso schaffen wir es, (oft ungeliebte und hinderliche) Gefühle und Verhaltensweisen so sehr zu verinnerlichen? Auch diese Altlasten rufen wir ab ohne zu hinterfragen, ohne deren Nutzen und Aktualität zu prüfen. Es wäre an der Zeit, auch unsere auswendig gelernten Emotionen und Muster auf Funktionalität und Sinnhaftigkeit zu überprüfen, anzupassen, zu ändern oder sie einfach zu vergessen, wie damals auswendig gelernte historische Daten und die mathematischen Errungenschaften der alten Griechen (wobei die vermutlich noch deutlich mehr Sinn machen)... Mach dich frei!

[27.10.2022]

 

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Erwartung vs. Bedürfnis.

Eigentlich immer, wenn wir in Kontakt treten, ist diese Kontaktaufnahme mit Erwartungen verknüpft. Und da ist es sogar egal, ob diese Begegnung ein zwischenmenschlicher oder materieller Kontakt ist, jederzeit stellen wir mindestens eine Erwartung vorweg. Diese Erwartung hat meistens etwas mit unseren Bedürfnissen zu tun. Neben den Grundbedürfnissen wie Essen und Trinken, Schlaf usw. können das aber auch Bedürfnisse nach Nähe, Spaß, Erfolg, Reichtum, Erleuchtung, Aufwertung etc. sein. Während die Grundbedürfnisse unseren Lebenserhalt sichern, stopft die Befriedigung aller weiteren Bedürfnisse lediglich ein Loch. Und hier kommen wir zur Erwartung: Bevor du auf die Idee kommst, dass dein Gegenüber (ob lebendig oder materiell) eines dieser Löcher stopfen kann, frage dich, wo dieses Loch sitzt, wie tief es ist und vor allem, warum es da ist. Kommst du bei diesen Fragen auf eine Antwort, wirst du auch ganz schnell merken, dass dein Gegenüber dieses Loch nicht stopfen kann. Hmmm..., falsch bz...

Zeit.

Ich weiß, was ich nicht mehr mache: verschieben. Ich habe keine Lust mehr darauf, mit meiner Zeit umzugehen, als hätte ich noch einen ganzen Rucksack voll. Ich werde alles zu mir kommen lassen, es willkommen heißen und es annehmen. Ich werde nicht mehr im Vorhinein sagen, dass ich nicht bereit für etwas bin, dass es eh nicht klappt. Denn ich werde nur herausfinden, ob es für genau das jetzige Geschenk meines Lebens die richtige Zeit ist, wenn ich es mache! Kein Abwarten, kein Herauszögern, kein Verschieben. Ich gebe, nehme und lasse mir die Zeit für das Leben, das Erleben und gebe mich nicht bloß den blöden Sprüchen von zu wenig Lebenszeit hin; ich nutze sie! Zum Lachen, toben, weinen, fühlen, lieben,... zum Leben halt! Wenn ich gehe, will ich einerseits etwas erlebt, andererseits etwas hinterlassen haben. Und dafür muss (nein, darf!) ich machen! Machen was ich will und was ich für richtig und notwendig halte. Und das wird jetzt passieren - noch mehr denn je! Ich wohne inzwischen sei...

Warum (denn nicht)?

"Du kannst doch nicht immer alles hinterfragen!"   "Warum denn nicht?"  [02.10.2021]